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Mittwoch, 14. März 2018 07:30 Uhr

Kreistagsgruppe SPD und GRÜNE: Höchste Zeit für Lohngerechtigkeit – Frauen arbeiten bis zum 18. März umsonst

Kreis Northeim (r). Das Frauenwahlrecht wird in diesem Jahr 100. Seit 1977 brauchen Frauen nicht mehr die Genehmigung ihrer Ehemänner, um erwerbstätig zu sein. 1979 klagten 29 Arbeiterinnen auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit – und gewannen. 1980 verabschiedete der Bundestag das Gesetz über die 'Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz'.

2001 wurde auch das letzte deutsche Berufsverbot für Frauen gekippt.

Island verabschiedete in diesem Jahr ein Gesetz, dass Firmen mit mehr als 25 Angestellten dazu verpflichtet schriftlich nachzuweisen, dass Frauen und Männer den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit erhalten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das klingt selbstverständlich.

„Trotzdem beträgt die Lohnlücke in Deutschland zwischen Frauen und Männern 21 Prozent, das sind genau 21 Prozent zu viel. Aber diese Lohnlücke schließt sich nicht. Die Zahlen haben sich in den letzten Jahren kaum verändert.“, so Karoline Otte, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN. „Deutschland belegt damit sogar eine der bitteren Spitzenpositionen im europäischen Vergleich.“, fügt die 21-jährige hinzu.

Grund dafür ist zum Beispiel das Fehlen von Frauen in bestimmten Berufsgruppen, Branchen und in Führungspositionen. Auch unterbrechen oder reduzieren mehr Frauen als Männer ihr Berufsleben für die Familie, wenn sie z.B. Elternzeit nehmen oder sich um die Pflege von Angehörigen kümmern. Gängige Rollenbilder beeinflussen auf weiterhin die Berufswahl von Frauen und viele „frauentypische“ Berufe sind weiterhin schlechter bezahlt.

Fehlende Transparenz bei den Gehältern sorgt dafür, dass Ungleichbehandlungen aufgrund des Geschlechts nicht sichtbar werden.

Am 18. März findet in Deutschland wieder der Equal Pay Day, als Aktionstag gegen Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, statt. Der 18. März markiert den Tag bis zu dem die Frauen in Deutschland extra arbeiten müssten, um genau so viel Geld verdient zu haben, wie die Männer in Deutschland im letzten Jahr. Die Kreistagsgruppe aus SPD und Grünen unterstützt die Aktion der Gleichstellungsstelle des Landkreises Northeim. Kreispolitiker werden am 17. März vormittags zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten auf dem Northeimer Marktplatz über das Thema Lohnunterscheide zwischen den Geschlechtern informieren. „Der Equal Pay Day soll dafür sorgen, dass das gesellschaftliche Problem der Lohnungerechtigkeit in die Öffentlichkeit getragen wird. Mit der Aktion der Gleichstellungsbeauftragten wird genau dieses Ziel erreicht. Wir wollen als Teil der Kampagne Equal Pay Day für das Problem der Lohnunterschiede sensibilisieren!“, so Gudrun Borchers von der SPD Kreistagsfraktion.

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