Uslar (red). Die Ortsfeuerwehr Uslar hat bei ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag, 7. März, im Feuerwehrhaus Uslar auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurückgeblickt. Insgesamt 100 Einsätze und rund 7.800 ehrenamtlich geleistete Stunden prägten das vergangene Jahr. Ortsbrandmeister Michael Kuttig eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den aktiven Mitgliedern sowie der Alters- und Ehrenabteilung zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Torsten Bauer, den stellvertretenden Ortsbürgermeister Nico Stülzebach, Kreisbrandmeister Bernard Krzepina, Abschnittsbrandmeister Marcus Groß und den stellvertretenden Stadtbrandmeister Martin Dreier. Zu Beginn gedachten die Anwesenden der verstorbenen Feuerwehrkameraden.
Zum 31. Dezember 2025 zählte die Ortsfeuerwehr Uslar 62 aktive Mitglieder, darunter zehn Frauen. Hinzu kommen 13 Doppelmitglieder, elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr, 25 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie 143 fördernde Mitglieder. Die Feuerwehr war im vergangenen Jahr an 36 Brandeinsätzen, 52 technischen Hilfeleistungen, neun Fehlalarmen sowie drei Dienstleistungen und Einsätzen im Bevölkerungsschutz beteiligt.
Großeinsatz bei Waldbrand
In seinem Jahresbericht ging Ortsbrandmeister Kuttig auf mehrere prägende Einsätze ein. Bereits in der Neujahrsnacht rückten die Kräfte zu einem Garagenbrand in der „Rosenstraße“ aus. Am 8. Februar wurde die Feuerwehr wegen einer Rauchentwicklung am Gymnasium Uslar alarmiert. Mehrere Trupps unter Atemschutz erkundeten das Gebäude bei Nullsicht, bis ein Feuer im Hausmeisterbüro lokalisiert und gelöscht werden konnte.
Ein besonders umfangreicher Einsatz ereignete sich am 18. August. Nach dem Brand einer Landmaschine breitete sich das Feuer auf rund einen Hektar Vegetation und Nadelwald im Bereich nahe Verliehausen aus. Der Einsatzort lag rund 200 Meter abseits eines Weges in schwer zugänglichem Gelände. Neben nahezu allen Ortsfeuerwehren der Stadt Uslar waren auch Tanklöschfahrzeuge aus Bodenfelde, Hardegsen, Nörten-Hardenberg und Adelebsen im Einsatz. Unterstützt wurden die Kräfte unter anderem durch das THW Northeim, Rettungsrobotik, den Fachzug Bevölkerungsschutz und Bevölkerungswarnung des Landkreises sowie durch DRK und Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Einsatz dauerte bis Dienstagmorgen um 8.33 Uhr an.
Am Heiligabend rückten die Einsatzkräfte zudem zu einem schweren Verkehrsunfall auf der K 449 zwischen Wiensen und Bodenfelde aus. Zwei Fahrzeuge waren frontal zusammengestoßen. Eine Person wurde eingeklemmt und musste reanimiert werden, verstarb jedoch später. Zwei weitere Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht.
Ausbildung, Ehrungen und Wahlen
Auch im Bereich Ausbildung engagierten sich viele Mitglieder. Lehrgänge wurden unter anderem zu Themen wie Gruppenführung, Hubrettungsfahrzeugen, Atemschutz, Motorsägearbeiten, technischer Hilfeleistung, Vegetationsbrandbekämpfung, Absturzsicherung und Gefahrenabwehr bei Elektrofahrzeugen besucht. Acht Mitglieder wirken zudem in der Kreisausbildung des Landkreises Northeim mit.
Beim Abschnittsleistungsvergleich in Wahmbeck belegte die Wettkampfgruppe den 14. Platz mit 99,71 Prozent, beim Kreisleistungsvergleich in Uslar erreichte sie Rang 36 mit 99,78 Prozent.
Im Rahmen der Versammlung ehrten Kreisbrandmeister Krzepina und der stellvertretende Stadtbrandmeister Dreier mehrere langjährige Mitglieder. Jörg Johannsen und Stefan Jordan wurden für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet, Fritz Gobrecht für 50 Jahre.
Verabschiedet wurden Gerätewart Carsten Gobrecht nach 28 Jahren im Amt sowie Pressewart Marlon Weifenbach, der seit 2021 den Social-Media-Auftritt der Ortsfeuerwehr aufgebaut hatte. Jutta Jacob wechselte auf eigenen Wunsch in die Alters- und Ehrenabteilung. Neu aufgenommen wurde Maximilian Kirchner.
Zu Feuerwehrmännern wurden Conor-Elias Wicke, Nikolai Dlugosch und Cem Pein befördert. Wolfgang Boll und Niklas Zeugner erhielten den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann, Leon Höhne wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. René Klatt ist nun Löschmeister, Jannik Bähr Oberlöschmeister und Henning Hartje Hauptlöschmeister.
Bei den Wahlen wurde Bastian Jacob zum Gerätewart gewählt, unterstützt von Henning Hartje und Leon Höhne. Christopher Sakel übernimmt künftig das Amt des Pressewartes. Bestätigt wurden Leon Höhne als stellvertretender Atemschutzgerätewart, Jörg Johannsen als Sicherheitsbeauftragter und Stephanie Dirksen als stellvertretende Kassenwartin.
In ihren Grußworten dankten Bürgermeister Torsten Bauer sowie weitere Vertreter von Feuerwehr und Stadtverwaltung den Einsatzkräften für ihr Engagement. Das Schlusswort sprach der stellvertretende Ortsbrandmeister Sascha Böttcher, der insbesondere den Familien der Einsatzkräfte sowie den Arbeitgebern für ihre Unterstützung des Ehrenamtes dankte.
Foto: Christopher Sakel / Ortsfeuerwehr Uslar.