Northeim (red). Nach zwei aktuellen Fällen von Trickdiebstahl und Diebstahl zum Nachteil älterer Menschen warnt die Polizei Northeim vor zunehmender Kriminalität mit gezielten Täuschungsmanövern.
Im ersten Fall wurde ein Senior aus der Hardegser Landstraße telefonisch in die Irre geführt. Ein angeblicher Banktermin veranlasste den Mann, sein Haus zu verlassen. Während seiner Abwesenheit verschafften sich bislang unbekannte Täter mit einem Originalschlüssel Zugang zum Gebäude. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sie das Versteck des Schlüssels in unmittelbarer Nähe des Hauses. Entwendet wurden technische Geräte, Bargeld blieb unangetastet.
Zu einem weiteren Vorfall kam es gegen 12.30 Uhr im Theodor-Heuss-Ring. Dort gab sich ein unbekannter Mann an der Wohnungstür eines Rentners als Handwerker aus. Unter dem Vorwand, versehentlich eine Wasserleitung im Nachbarhaus beschädigt zu haben, ließ er sich Zutritt zur Wohnung verschaffen. Während der Bewohner auf Anweisung des vermeintlichen Handwerkers Wasserhähne in Bad und Küche überprüfte, wurde die Wohnung durchsucht. Dabei verschwand unter anderem Bargeld.
Der Tatverdächtige wird als etwa 40 bis 45 Jahre alt, rund 1,85 Meter groß und von schlanker, athletischer Statur beschrieben. Er hatte kurze Haare, sprach akzentfreies Hochdeutsch und trug ein dunkles kurzärmeliges Hemd sowie eine dunkle Hose.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu den Taten oder dem beschriebenen Mann geben können, sich unter Telefon 05551/9148-0 zu melden.
Zugleich appellieren die Ermittler an die Bevölkerung, insbesondere ältere Angehörige für die Maschen von Trickdieben zu sensibilisieren. Haus- und Wohnungstüren sollten stets verschlossen werden, Schlüssel nicht in Verstecken im Außenbereich aufbewahrt werden. Unbekannte Personen sollten nur nach sorgfältiger Prüfung ihrer Legitimation ins Haus gelassen werden. Bei Zweifeln empfiehlt die Polizei, sofort Kontakt mit dem angeblichen Auftraggeber aufzunehmen oder die Polizei zu verständigen.