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Sonntag, 07. Juni 2026 Mediadaten
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Northeim (red). Eine 85-jährige Frau aus Northeim ist am Freitag, 5. Juni 2026, Opfer eines Betrugs geworden. Nach Angaben der Polizei wurde sie gegen 12 Uhr von einer angeblichen Mitarbeiterin einer örtlichen Bank angerufen. Die Anruferin gab vor, es sei zu einer unberechtigten Abbuchung von ihrem Bankkonto gekommen.

Täter gibt sich als Bankmitarbeiter aus

Zum Schutz der Seniorin und zur angeblichen Stornierung der Abbuchung habe die Anruferin vorgeschlagen, die EC-Karten sowie die dazugehörigen PINs an einen Bankmitarbeiter zu übergeben. Kurz darauf erschien ein Mann an der Anschrift der 85-Jährigen im "Chopinweg" und stellte sich als Mitarbeiter der Bank vor. Die Frau übergab ihm daraufhin ihre EC-Karten sowie die PINs.

Kurze Zeit nach der Übergabe rief die vermeintliche Bankmitarbeiterin erneut an und fragte, ob sich weiteres Bargeld oder Schmuck in der Wohnung befinden würden. Nachdem die Seniorin dies bejaht hatte, wurde ihr vorgeschlagen, auch diese Wertgegenstände vorübergehend durch die Bank verwahren zu lassen. Die Northeimerin stimmte zu. Daraufhin erschien der Mann erneut an ihrer Wohnanschrift und erhielt dort eine nicht geringe Summe Bargeld.

Polizei sucht Zeugen

Der Abholer wird als etwa 30 bis 40 Jahre alt, rund 190 Zentimeter groß und schlank beschrieben. Er soll ein europäisches Erscheinungsbild gehabt und eine schwarze Hose mit weißem Hemd getragen haben. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der Tat geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Northeim unter 05551 91480 zu melden.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Die Polizei Northeim warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Geldinstitute würden niemals Mitarbeitende entsenden, um Giro-, EC- oder Debitkarten wegen angeblicher Fehler, Funktionsstörungen oder Sicherheitsprobleme an der Haustür einzuziehen. Auch PINs dürften niemals an andere Personen weitergegeben werden – weder an angebliche noch an tatsächliche Bankmitarbeitende.

Die Polizei rät, misstrauisch zu sein, die PIN niemals auf der Karte zu notieren und Karte sowie PIN nicht gemeinsam in der Geldbörse aufzubewahren. Wer von vermeintlichen Bankmitarbeitenden aufgesucht oder telefonisch zur Herausgabe von Karte oder PIN aufgefordert wird, sollte sofort die Polizei informieren. Zudem empfiehlt die Polizei, auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis über diese Masche zu sprechen. Gerade ältere Angehörige sollten wissen: Bankkarten und PIN gehören niemals in fremde Hände.

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