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Mittwoch, 14. Februar 2018 10:30 Uhr

Müllreduzierung muss die Zukunft sein - Die Linke/Northeim 21 und BUND informieren sich über Abfalltrennung

Kreis Northeim (r). Lothar Baumelt, Abgeordneter der Gruppe Die Linke/Northeim 21 besuchte gemein-sam mit dem Arbeitskreis Abfall sowie Vertretern des BUND die Mechanisch-biologische Abfallaufbereitungsanlage des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen. Anlass waren die zur Zeit geplanten Investitionen von über 9 Millionen in eine neue Fermentierungsanlage für die biogenen Abfälle. Lothar Baumelt: „bevor zu diesem komplexen Thema eine qualifizierte Entscheidung im Kreistag getroffenen werden kann, bedarf es konkreter Information vor Ort aus erster Hand.“ Diese bekamen die interessierten Besucher in einem ausführlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer Herrn Rybacyk in Deiderode. Fazit der Besucher: Wir produzieren zu viel Müll! Zwar sind die Kapazitäten der MBA nicht ausgeschöpft, aber trotz Recyclinggebotes wandert der größte Teil des aufgearbeiteten Mülls immer noch in die Verbrennung. Ursache sind unter anderem die vielen verschiedenen Kunststoffe, die in Folien und anderen Produkten untrennbar kombiniert sind und nicht recycelt werden können. „Der Gesetzgeber muss die Vielzahl der Kunststoffe auf wenige, reine und universale begrenzen, um eine hohe Recyclingrate gewährleisten zu können“, so Jürgen Beisiegel von der BUND Kreisgruppe, „solange dies nicht geschieht sind die Kommunen und Bürger durch hohe Verwertungskosten die Leidtragenden einer verfehlten Müllpolitik des Bundes.“

Durch den geplanten Bau der neuen Fermentierungsanlage könnte ein größerer Teil der biogenen Fraktion (organische Substanz und Reststoffe mit einer Größe von 0-60 mm) der Fermentierung und damit Verwertung durch Gasgewinnung zugeführt werden, was den Anteil des zu verbrennenden Mülls reduzieren würde. Allerdings wächst bei diesem Verfahren die in Blankenhagen abzulagernde Gärrestemenge, die auf Grund von hohen nichtorganischen Fremdanteilen nicht als Dünger ausgebracht werden dürfen. Ob Investitionen von über 9 Mill. € ökologisch und ökonomisch zu rechtfertigen sind müssen weitere Recherchen ergeben. Neben einer Reduzierung der Kunststoffarten wäre eine noch bessere Trennung der verschiedenen Müllfrakti-onen durch den Verbraucher mittels umfassender Information anzustreben und „ am Besten ist natürlich eine starke Reduktion des Verpackungsmaterials“ so Lothar Baumelt.

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