Northeim (red). Aus Verkehrssicherungsgründen muss die Tourlaviller Hütte vorerst geschlossen werden. Das ist das Resultat einer Besichtigung des Areals, die am 01.09.2022 durch den allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Jörg Dodenhöft und Stadtförster Jonas Fürchtenicht erfolgte. Dabei wurden erhebliche Schäden sowohl am Baumbestand als auch an der Bausubstanz der Hütte festgestellt. Die Schäden am Baumbestand sind auf langanhaltende Trockenheit und intensive Sonneneinstrahlung zurückzuführen. Die Bäume zeigen sowohl massive Trockenschäden in der Krone als auch Sonnenbrand am Stamm. Durch das Forstamt Moringen wird das Totholz ab Anfang Oktober entnommen.

Eine fachliche Begutachtung der Hütte, die in diesem Jahr 52 Jahre existiert und auch ein Symbol der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen Northeim und Tourlaville (Frankreich) ist, hatte das Ergebnis, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich wäre. Die Bausubstanz der Hütte ist in mehrfacher Hinsicht geschädigt. Vor allem hängt dies mit der Fäulnis in der untersten Balkenlage zusammen. Diese resultiert daraus, dass das Holz direkt auf Erde liegt und nicht auf Beton. Teilweise hängen die senkrechten Stützbalken in der Luft, da das Gegenlager weggefault ist. Durch diese Störung der Statik hat sich die gesamte Hütte verzogen. Dies zeigt sich deutlich am Stand der senkrechten Stützbalken und an den herausfallenden Querstreben. Zudem rutschen die Bretter zwischen den Senkrechten aus ihren Halterungen.

Um den Neuaufbau vorzubereiten, muss die Hütte zunächst zurückgebaut werden. Es besteht die Hoffnung, einzelnen Balken wiederverwenden zu können, um somit Material und Baukosten zu sparen. Nach dem Rückbau soll das Fundament erweitert werden, um künftig Fäulnis der Balken zu vermeiden. Danach kann ein Neubau der Hütte erfolgen, der geschätzte Kosten von ca. 20.000 bis 25.000 Euro nach sich ziehen wird. Um die Nutzbarkeit der Fläche wieder vollumfänglich herzustellen, sollen auch die fest aufgestellten Tische und Bänke repariert bzw. ausgetauscht werden. Hierfür werden Kosten in Höhe von 5.000,00 bis 10.000,00 Euro geschätzt. Kleinere Reparaturen sollen auch am Grill-Pavillon vorgenommen werden.

Das beliebte Areal soll schnellstmöglich wieder so hergerichtet werden, dass sich Besucherinnen und Besucher dort wieder aufhalten und wohlfühlen können. Dafür erarbeitet die Stadtverwaltung derzeit auch einen Kosten- und Finanzierungsrahmen. Zielsetzung ist es, die Hütte bis zum nächsten Sommer wieder in Betrieb nehmen zu können.

Foto: Stadt Northeim