Northeim/Berlin (red). Bundesministerin Steffi Lemke zeichnete am Dienstag im Bundesumweltministerium in Berlin den Landkreis Northeim als „Aufsteiger des Jahres“ aus. Innerhalb eines Jahres hat der Landkreis den Anteil von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in der Verwaltung auf 99,08 Prozent ausgebaut. Damit erreicht der Landkreis Northeim die höchste Steigerung im Papieratlas-Landkreiswettbewerb 2022 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). In diesem Jahr haben erstmals 75 Landkreise ihre Daten eingereicht und die durchschnittliche Recyclingpapierquote auf über 84 Prozent gesteigert.

„Mein erklärtes Ziel ist es, die Kreisverwaltung des Landkreises Northeim bis 2030 klimaneutral aufzustellen. Die Verwendung von Recyclingpapier ist ein weiterer Baustein auf diesem Weg.“ so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel „Durch die Umstellung auf Blauer-Engel-Papier haben wir als Landkreis Northeim im vergangenen Jahr eine Einsparung von mehr als 730.000 Litern Wasser und über 165.000 Kilowattstunden Energie bewirken können und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.“ Recyclingpapier spart in der Produktion im Vergleich zu Frischfaserpapier durchschnittlich 78 Prozent Wasser und 68 Prozent Energie und verursacht deutlich weniger CO₂-Emissionen.

Der Papieratlas dokumentiert seit 2018 jährlich den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Landkreise. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und der Deutsche Landkreistag. Den Titel „Recyclingpapierfreundlichster Landkreis“ erhielt in diesem Jahr der Unstrut-Hainich-Kreis. Den zweiten Platz belegte der Landkreis Schweinfurt, gefolgt von dem Landkreis Cochem-Zell und dem Kreis Viersen auf dem dritten Platz.

Neben dem Landkreiswettbewerb findet der Papieratlas bereits seit 2008 für Städte und seit 2016 für Hochschulen statt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Städte Nürnberg und Arnsberg sowie an die Universität Vechta, die Zeppelin Universität und die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

Foto: Christoph Wehrer/ BMUV