Northeim (lpd). Der Kurs zur niedersächsischen Landesgeschichte der Kreisvolkshochschule Northeim (KVHS) hat kürzlich die Klostergebäude und die dortige Dauerausstellung in der ehemaligen Zisterzienserabtei Walkenried besucht.Abgesehen von der Abteikirche, die in der frühen Neuzeit verfiel und heute immer noch eine imposante Ruine darstellt, sind die meisten Klostergebäude erhalten geblieben. Vor allem der zweischiffige Kreuzgang steht in seiner Bauweise deutschlandweit einmalig da. "Die Dauerausstellung ist teilweise im ehemaligen Schlafsaal der Mönche untergebracht und zieht den Besucher auch mit interaktiven Zugängen ein", berichtet Kursleiter Arne Radtke-Delarcor.

Welche Verflechtungen hatte das Kloster?

Die Ausstellung rückt die großen Entwicklungslinien der Abtei wie des gesamten Ordens vom 12. Jahrhundert bis in die Zeit der Reformation detailliert anhand anschaulicher Modelle und Alltagsgegenstände der Mönche in den Mittelpunkt. Besonders interessant sind die wirtschaftlichen Verflechtungen des Klosters Walkenried mit dem damaligen Harzbergbau und den Klosterhöfen als Absatzzentren nicht nur in benachbarten Städten wie Braunschweig, Goslar oder Göttingen, sondern auch im überregionalen Fernhandel wie Würzburg.

Eine „spannende Zeitreise“

"Für die Kursteilnehmenden war es eine spannende Zeitreise in das Alltagsleben der Zisterzienser im Mittelalter. Der KVHS-Kurs samt Außentermin an einem historischen Lernort wird im kommenden Sommersemester wieder angeboten, neue Kursteilnehmende sind dabei stets willkommen", betont der Kursleiter.

Foto: Radtke-Delacor