Northeim (red). Eine neue Infotafel am Wieterturm informiert Besucherinnen und Besucher ab sofort über die Geschichte eines der bedeutendsten historischen Bauwerke der Stadt. Ergänzend wurde die Treppe aus Kalkbruchsteinen zum Turm saniert. Bereits seit einiger Zeit ermöglicht zudem eine automatische Schließanlage den Zugang zum Turm tagsüber ohne Schlüssel. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Wieterberg weit ins Leinetal und teilweise bis zum Brocken im Harz.
Geschichte und Entwicklung anschaulich dargestellt
Die Maßnahme soll die historische Bedeutung des in den 1880er Jahren errichteten Aussichtsturms auf dem höchsten Berg Northeims stärker erlebbar machen. Die Infotafel gibt in Text und Bild Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Turms, seinen Bau sowie die damaligen Kosten und Bauzeiten.
Historische Postkarten veranschaulichen die Entwicklung des Bauwerks und seines Umfelds über inzwischen 143 Jahre. Auch frühe Formen der Bewirtschaftung werden thematisiert: So wird der Wirt Ellhoff erwähnt, der mit seinem Pferd „Liese“ Getränke und Speisen auf den Wieterberg transportierte. In einer damaligen Zeitungsanzeige hieß es: „Morgen, Sonntag, und Mittwoch werde ich beim Aussichtsthurme bei günstigem Wetter mit Bier aufwarten. Für Sitzplätze ist gesorgt.“
Digitale Inhalte und barrierefreie Angebote
Über einen QR-Code lassen sich zusätzliche Informationen und historische Bilder abrufen, die anlässlich des 125-jährigen Jubiläums im Jahr 2008 von Ekkehard Just, Stadtarchivar a. D., zusammengestellt wurden. Ein weiterer QR-Code ermöglicht es, den Text der Infotafel barrierefrei auf dem Smartphone vorlesen zu lassen. Dafür stellte der Northeimer Fabio Peter seine Stimme zur Verfügung.
Gestaltet und zusammengestellt wurde die Infotafel von Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Stefan Teuber.
Die Maßnahmen wurden finanziell von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim sowie vom Heimat- und Museumsverein für Northeim und Umgebung e. V. unterstützt.
Foto: Stadt Northeim