Northeim (red). Laut einer aktuellen repräsentativen Studie der Robert Bosch Stiftung vom März 2026 zeigt jedes vierte Kind in Deutschland psychische Auffälligkeiten. „Seit der Corona-Pandemie ist dieser Wert erstmals wieder gestiegen“, berichtet Schulleiter Peter Beushausen. Dies sei einer der Gründe gewesen, weshalb die BBS 1 Northeim mit der kurz vor den Osterferien in ihren Räumen durchgeführten Beratungsstellenmesse neue Wege gehen möchte.
Breites Angebot an Hilfsstellen
Schülerinnen und Schüler konnten die Angebote von über 25 verschiedenen Beratungsstellen kennenlernen – sowohl durch Informationsmaterial als auch in ersten persönlichen Gesprächen. Das Spektrum reichte von Suchtberatung, ambulanten Hilfen und Opferschutz über therapeutische Frauenberatung und psychosoziale Beratung bis hin zur Schuldnerberatung und zur beruflichen Lebenswegplanung.
„Es gibt viele Themen, die Jugendliche bewegen. Die Messe bot deswegen ein breites Spektrum an Beratungsangeboten, die sehr gut angenommen wurden“, zieht Schulsozialarbeiterin und Mitorganisatorin Anja Linneweber ein positives Fazit. Es gehe dabei nicht um das unmittelbare Lösen von Problemen vor Ort, sondern um einen einfachen Erstkontakt und darum, Hemmschwellen zu überbrücken. „Viele Jugendliche wissen gar nicht genau, welche Assistenzangebote überhaupt existieren. Deswegen ist eine Information darüber mit persönlichem Kontakt und direkt vor Ort umso wichtiger“, so Linneweber.
Planung für die Zukunft
Das Organisationsteam plant, die Beratungsstellenmesse künftig als jährliche Veranstaltung zu etablieren und erhält dafür Unterstützung durch die Schulleitung der BBS 1 Northeim. „Natürlich war es auch ein hoher Vorbereitungs- und Arbeitsaufwand, aber nun ist der erste Schritt gemacht und wir können in Zukunft von den gemachten Erfahrungen lernen.“
Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielte das hauseigene Schülerunternehmen „All4Business“. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler erstellten im Vorfeld Messepläne, übernahmen die Beschilderung im Gebäude und bedruckten T-Shirts für die Messehelferinnen und -helfer. Zudem unterstützten sie den Auf- und Abbau und sorgten für eine Fotodokumentation der Veranstaltung.
Beratungslehrer Thorsten Schorisch lobte die Arbeit und berichtete von positiven Rückmeldungen der Ausstellerinnen und Aussteller. „Wir haben so viele ermutigende Rückmeldungen zu der Veranstaltung an sich und auch zu deren Organisation erhalten. Die Beratungsinstitutionen kommen im nächsten Jahr gerne wieder.“
Nahezu 20 Klassen der BBS 1 sowie der BBS 2 Northeim nutzten die Gelegenheit, die Ausstellungsstände zu besuchen und sich zu informieren.

Fotos: BBS