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Dritte „Meile der Demokratie“ in Northeim: Ein starkes Zeichen für Offenheit und Zusammenhalt
Northeim (red). Zum dritten Mal in Folge fand in Northeim die „Meile der Demokratie“ statt – und zog erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Rund 1.300 Menschen kamen, um sich an den Ständen von Vereinen, Initiativen und Organisationen zu informieren, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein klares Zeichen für demokratische Werte zu setzen.
Organisiert vom Bündnis für soziale Gerechtigkeit und gegen Rechtsextremismus im Landkreis Northeim – federführend von Marie Wilp und Daniel Hoffmann – bot die Veranstaltung weit mehr als eine bloße Aneinanderreihung von Infoständen.
„Denn nur wenn Menschen miteinander sprechen, können sie einander verstehen. Gerade in einer Zeit, in der Diskussionen oft schnell emotional werden und Unterschiede manchmal stärker betont werden als das Verbindende, sind Orte wie dieser besonders wichtig“, betonte Marie Wilp eine der beiden Hauptorganisator:innen in ihrer Eröffnungsrede. „Und genau dafür setzt die heutige Meile der Demokratie ein sichtbares Zeichen. Ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Intoleranz. Ein Zeichen für Offenheit, Respekt und Menschlichkeit. Und ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft dann stark ist, wenn Menschen zusammenhalten.“
Mit mehr als 30 Vereinen, Initiativen und Organisationen konnte das Angebot im Vergleich zu den Vorjahren weiter ausgebaut werden. Auch die Besucherzahl stieg erneut an. Ehrenamtliche aus dem gesamten Landkreis Northeim investierten Zeit und Energie, um das Programm zu gestalten und mit Leben zu füllen.
Bürgermeister Simon Hartmann würdigte in seinem Grußwort das Engagement des Bündnisses und aller beteiligten Akteurinnen und Akteure. Dabei betonte er, dass die Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern wir dafür stark arbeiten müssen. Mit einem Lächeln im Gesicht und mit einem klaren Anspruch gemeinsam zu zeigen, was unsere Gesellschaft ausmacht.“
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, Begegnung und Dialog zu ermöglichen. „Gerade im ländlichen Raum lebt Demokratie davon, dass Menschen miteinander reden statt übereinander“, erklärte Daniel Hoffmann, einer der beiden Hauptorganisatoren. Die Veranstaltung bot Raum für Diskussionen, Fragen und das gemeinsame Suchen nach Lösungen.
Das Feedback der Besucherinnen und Besucher fiel durchweg positiv aus. Viele berichteten von offenen und respektvollen Gesprächen sowie davon, neue Perspektiven kennengelernt zu haben.
Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen und aktuelle gesellschaftliche Debatten sehen die Organisatorinnen und Organisatoren die Stärkung demokratischer Werte als wichtige Aufgabe. Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit. Freiheit, Menschenwürde, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit müssten immer wieder aktiv verteidigt werden.
„Demokratie lebt vom Mitmachen. Wer sich für demokratische Werte einsetzen möchte, muss nicht gleich ein politisches Amt übernehmen. Oft beginnt Engagement im Kleinen – im Verein, in einer Initiative, im Ehrenamt oder einfach im respektvollen Gespräch mit anderen Menschen“, betonen die Initiatoren.
Zugleich sei es wichtig, auch diejenigen zu erreichen, die Politik oder gesellschaftliche Entwicklungen bislang als etwas wahrnehmen, das sie selbst nicht betreffe. Demokratie werde dort stark, wo Menschen erkennen, dass politische Entscheidungen ihren Alltag unmittelbar beeinflussen und dass jede Stimme zählt.
Eine weitere Meile der Demokratie ist für dieses Jahr nicht geplant. Das Bündnis für soziale Gerechtigkeit und gegen Rechtsextremismus im Landkreis Northeim wird jedoch auch weiterhin bei verschiedenen Veranstaltungen im Landkreis präsent sein und sich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. So auch am 19.06.26 ab 16:00 Uhr in Moringen beim Sommerfest der KZ-Gedenkstätte.
Die Organisatorinnen und Organisatoren bedanken sich herzlich bei den Mitarbeiter:innen der Stadt Northeim und der Polizei für die sehr gute Zusammenarbeit. Besonderer Dank gilt allen Vereinen, Initiativen, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die diesen Tag durch ihr Engagement und ihr Interesse erst möglich gemacht habe.
Foto: Meile der Demokratie
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