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Freitag, 09. März 2018 06:00 Uhr

Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag – Kommt „GroKo“ zum Scharnhorstplatz? Gedanken zum „Finale“ von Hartmut Kölling

Northeim (hakö) „Die Stunde der Wahrheit“, sie rückt immer näher. Am kommenden Sonntag findet die Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus statt. Wer wird als Sieger durch das Zielband am Scharnhorstplatz laufen? Jörg Dodenhöft, CDU-Mitglied, aber Einzelbewerber oder Simon Hartmann von der SPD? Nach dem knappen Ausgang der ersten Runde der Bürgermeisterwahl am 25. Februar verspricht dieser notwendig gewordene Wahlgang eine gehörige Portion Spannung. „Northeim im Fokus“ und das landes-, ja, sogar bundesweit. Die Aufmerksamkeit der Medien war enorm vor fast 14 Tagen, ist auch wieder gestiegen nach den Negativ-Schlagzeilen über Ex-Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, vom Rat hart attackiert, von seiner Verwaltung nicht selten im Stich gelassen.

Vergessen sind „die Tränen“ um entstellte Plakate, Anzeigenkampagnen, Flyer-Regen, die so gern kommentierte „Bürgermeisterteststrecke“ am Rosenmontag in Höckelheim ohne den kandidierenden Kämmerer der Stadt, der es vorzog, in charmanter Begleitung die bunte Szenerie vom Straßenrand aus zu verfolgen. Vergessen ist ein Wahlkampf, der schonungslos offenbarte, wo die Stärken in der Fachkompetenz und Wertschätzung liegen, wer die ganz besonderen Kontakte hat, gnadenlos Strippen zieht, Ministerpräsident Stephan Weil und Teile seines Kabinetts nach Northeim „bestellt“, wie Grant Hendrik Tonne und Boris Pistorius, wer ins Gespräch kommt, wie Simon Hartmann, mit Europaabgeordneten, wie Bernd Lange, den Vorsitzenden des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, und damit beweist, dass er sich hervorragend auskennt und vor allem geachtet wird, schon einen Namen hat auf nationaler Bühne. Und all das zum Nutzen der Stadt, die nur bei Anerkennung „von oben“ in Zukunft „Bälle auch zugespielt bekommt“. Verstecken, getragen von Angst, sich zu zeigen, das ist der falsche Weg. Das sind Schritte zurück und nicht nach vorn.

Vertrauen in Politik und Verwaltung zurück gewinnen

Northeim braucht einen jungen, dynamischen „Macher“, der nicht nur der seit Jahren schon unruhig wartenden Jugend interessante Angebote vorhält, sondern, der auch junge Familien und natürlich auch die ältere Generation sensibilisieren kann, der ein neues Gesicht mitbringt für eine Kreisstadt im Aufbruch, der für eine moderne Gesellschaft steht, der anpackt und sich kümmert, der unserer Stadt ein neues Profil gibt, der für wiedergewonnenes Vertrauen in Politik und Verwaltung steht, der ein WIR-Gefühl erzeugt, der Balance hält als jetzt noch aktueller Chef einer großen Kreistagsfraktion im Landkreis Northeim, der das FachwerkFünfeck an die Hand nimmt und für einen positiven, von Engagement für die Heimat durch Ehrenamt getragenen Geist steht, der für alle Bürgerinnen und Bürger da ist, in der Kernstadt und auch im ländlichen Raum, in den Ortsteilen, der einfach auch mal zeigt, wie gefährlich „abgefahrene Reifen“ sein können beim politischen Gegner.

Jetzt gilt es für den Wahl-Sieger: Nicht mehr lange warten. Anpacken die Dinge und einfach „machen, machen!“ Die Zeiten des lähmenden Stillstandes, bitter aufstoßenden Leerständen in der Innenstadt, der unsäglichen Debatten um den Neubau der Sporthalle am Schuhwall gehören ab kommenden Montag der Vergangenheit an. Veltins sponsert übrigens ein Multifunktionsstadion und das Bier wird nicht teurer. Ran an die Stadtwerke! Da ist mehr drin!

Northeim hat mehr verdient, als einen Bürgermeister, der wie seine beiden Vorgänger, „vorlaut“ landet und dann, von „Polit-Tiraden“ mit bitterem Beigeschmack eingeholt wird und schließlich enttäuscht und verzweifelt vom menschlichen Umgang, das Handtuch wirft. Northeim braucht einen Bürgermeister, der Kenntnisse um die Lage der Stadt hat, der Führungsqualität beweist, sich durchsetzen kann, Investoren lockt und in Hannover und Berlin offene Türen einrennt im Bemühen um Mittelzufuhr und Akzeptanz. Gesucht wird ein starker Mann mit Charisma, der das „Haifischbecken“ Verwaltung beherrscht und mit dem Rat auf Augenhöhe kommuniziert, auch mit „wortlosen Bankdrückern“ in den hinteren Reihen. Gibt es endlich einen Wandel oder noch immer leere Versprechungen aus dem „Kreativzirkel“ der „kleinen Politik“ und ihrer „Unterstützer“ vor Ort?

Keine Windparks in unseren Wäldern

Er, der Neue, sollte sich über den Stadtwald hinaus um hohe Wertschätzung bemühen und brachial gegen die FDP-Idee vorgehen, Windparks in unseren Wäldern zuzulassen. Unglaublich, was sich dabei zwei „frustrierte“ Oldie-Demokraten wohl gedacht haben. Der eigenen Partei schmeckt das gar nicht, hört man. Nur noch Kopfschütteln über eine Politik, die Wähler aus diesen Gründen verliert. Zurück zu Northeim.   

Northeim ist schön. Es gibt das Theater der Nacht, die wieder zu belebende Waldbühne, die Seenplatte, der große Sport und natürlich die mit Hilfe des überaus rührigen Fördervereins auferstandene Stadthalle mit einem tollen Programmschema und zurzeit einer faszinierenden Foto-Ausstellung über Kraniche. Und noch etwas: Es gibt sie, die Unternehmerpersönlichkeiten und natürlich die liebenswerten Menschen. Die Kreisstadt mit ihrem einmaligen Fachwerkensemble sollte auch mit einer möglichen „GroKo“ an der Verwaltungsspitze die Zukunft annehmen und sie meistern. Nehmen wir mal an, der SPD-Kandidat macht das Rennen. Dann darf sich der Verlierer seiner Aufgabe als Dauer-Kämmerer erst recht sicher sein. Sollte der der CDU nahe stehende Kandidat jedoch die Nase vorn haben, dann braucht die Stadt einen neuen „Finanzjongleur“. Obwohl er angekündigt hat, das auch noch „nebenbei“ zu erledigen. Die Kommunalaufsicht ist wachsam!  

Was ist eigentlich los im Rathaus? Da wäre ja auch möglicherweise noch die Position des von der FDP öffentlich angezählten Stadtbaurates zu besetzen. Möchte der Rat auch dieses Amt von Lars Bredemeier einem eventuell neuen Bürgermeister aus Hammenstedt übertragen? Nein, die Verwaltung muss zu Ruhe kommen und endlich Teamgeist beweisen in der Bearbeitung intelligenter Konzepte und Benehmen im Umgang untereinander. Es muss Schluss sein mit respektlosen Verbalattacken auf engen Fluren. „Teeküchen-Romantik“ gehört der Vergangenheit an. Es riecht nach Veränderung und Neuanfang. Der neue, charismatische und willensstarke Bürgermeister wird sich durchsetzen. Was einmal war im Spiel um die Macht im „Kasernentrakt“, ist dann hoffentlich schnell vergessen. Das Rathaus bekommt eh einen neuen Anstrich!  

Schlechte PR schadet der Stadt

Jetzt erst recht: Northeim First! Auf geht´s! „Northeim – meine Liebe!“ wenn nicht jetzt, wann dann!? Einfach mal „Schüssel Schorse“, die Krimi-, Koch- und Krankenhausserien vergessen und am Sonntag zur Wahl gehen und für „frischen Wind“ und einen Hauch von Frühlingsgefühlen sorgen in den Rathaus-Etagen! Aufbruchstimmung mit neuer, junger Führung ohne in das Mageninnere gehende Schlagzeilen im Medienwald, die allein zweifellos der Rat zu verantworten hat mit seinen nicht immer nachvollziehbaren „Anzeigen-Kampagnen“ gegen einen immer unsicherer wirkenden Chef im Rathaus. Auch ein Rat als Kontrollorgan sollte sich eigentlich nach jahrelangem, mimosenhaften Verhalten, schlechter PR und von Selbstüberschätzung getragenem „Stühle-Rücken“ zur Neuwahl stellen oder besser gleich das Management einer (aufstrebenden) Kommune in bester Lage in die Hände von anerkannten, erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten aus der Stadt und Region legen, die etwas verstehen vom „operativen Geschäft“ ohne blockiert zu werden von „verantwortungslosen Zwischenrufen“ gewählter Volksvertreter. Northeim käme schneller voran!         

Fotos: Hartmut Kölling   

           

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