Dienstag, 09. Juli 2019 10:53 Uhr

BBS Uslar verabschiedet ihre Absolventen - 120 Gäste nahmen an der Abschlussfeier teil

Abschluss Qualifizierungskurs „Betreuungskräfte in der Pflege“: (von links) Dennis Eichler, Sabrina Geide, Joenna Meißner, Jennifer Minschke, Katrin Pfaff, Julia Sauer, Daniel Hanko, Dirk Gollert, Zlata Asafu-Adjaye, Malica Belbouab (Schulleiterin)

Uslar (red). Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten die Berufsbildenden Schulen des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. in Uslar die Absolventen der Ausbildungsgänge Heilerziehungspflege und Pflegeassistenz, sowie in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Teilnehmer des Qualifizierungskurses "Betreuungskräfte in der Pflege".

Bei bester Stimmung erlebten die 120 Gäste, darunter Herr Andreas Fehn als Vertreter der Landesschulbehörde Braunschweig und Leiter der Werkstätten in Dassel Herr Ulrich Beyer, ein buntes Programm mit teils witzigen teils nachdenklich stimmenden Beiträgen. Durch das Programm führte Schulleiterin Malica Belbouab. Für das passende Ambiente sorgten Frau Susanne Schulz und die evangelische freikirchliche Gemeinde Uslar. Diese stellte wie schon die letzten Jahre dankenswerterweise ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Schulleiterin Malica Belbouab ließ die Zeit der Ausbildung zu Beginn der Feier noch einmal Revue passieren. Dabei dankte sie auch den Lehrkräften, die mit viel Engagement und Fachwissen die Schüler in der Ausbildung begleiteten. Den Erfolg zeigen die Abschlussqualifikationen der verabschiedeten Schüler deutlich: zehn Absolventen erhielten ihre Fachhochschulreife, neun den erweiterten Realschulabschluss und vier schafften den Realschulabschluss. Zur Ausbildungszeit gehörte jedoch nicht nur Unterricht, sondern auch eine entsprechend umfangreiche praktische Ausbildung. Die angehenden Heilerziehungspfleger und Pflegeassistenten arbeiteten dabei in der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Altenhilfe in der Region. Dementsprechend gilt der Dank ebenso allen Kooperationspartnern der BBS Uslar.

Bereit für die kommenden Aufgaben

Abschließend gab die Schulleiterin den ehemaligen Schülerinnen und Schülern noch einige Worte mit auf den Weg und wünschte Ihnen in ihrem jeweiligen selbst gewählten sozialen Beruf viel Erfolg und Empathie. Denn schon jetzt steht fest: alle finden einen passenden Arbeitsplatz, wählen eine aufbauende Fachausbildung oder haben sich entschieden, weiter zu studieren.

Erstmals in diesem Jahr wurden auch die Absolventen für die "Qualifikation zur zusätzlichen Betreuungskraft in der stationären Pflege" im Rahmen der Feier verabschiedet. Die elf Absolventen aus Harz-Weser-Werkstattstandorten der Region wurden darauf vorbereitet, unter Berücksichtigung ihrer eigenen Beeinträchtigungen künftig in Einrichtungen wie Seniorenheimen oder auch der Behindertenhilfe selbst unterstützend tätig zu sein. Neben der Unterstützung und Motivation bei Alltagsaktivitäten wie dem Essen, kreativen Angeboten oder der Begleitung von Besuchen und Aktivitäten außerhalb, sind sie manchmal auch nur guter Zuhörer oder verbringen die Freizeit zusammen mit ihren Klienten. Diese Form der einjährigen anerkannten Ausbildung schafft einen direkten Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Beeinträchtigung. Die Ausbildung besteht aus einem praxisorientierten und einem schultheoretischen Teil. Die schulischen Inhalte wurden dabei einmal in der Woche von den Berufsbildenden Schulen Uslar des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. vermittelt.

Für Spätentschlossene besteht noch die Möglichkeit, sich an der BBS Uslar unter www.bbs-uslar.de um einen Ausbildungsplatz in den Bereichen Altenpflege und Pflegeassistenz zu bewerben.

Stichwort "Heilerziehungspflege":

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sind sozialpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Fachkräfte. Sie haben die Aufgabe, Menschen mit einer Behinderung zu beraten, zu begleiten, zu assistieren, zu pflegen und zu fördern.

Stichwort "Pflegeassistenz": 

Pflegeassistenten und Pflegeassistentinnen übernehmen die grundpflegerische Versorgung von Kranken, Senioren oder Menschen mit Behinderung. Auch die hauswirtschaftliche und soziale Betreuung von pflegebedürftigen Menschen und deren Familienangehörigen gehört zu ihren Aufgaben. Hauptsächlich arbeiten sie in Alten- und Altenpflegeheimen, in Einrichtungen zur Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderung und in Krankenhäusern. Auch bei ambulanten Alten- und Krankenpflegediensten finden sie Beschäftigung. Die Betreuung von pflegebedürftigen Personen in Privathaushalten bietet ein weiteres Tätigkeitsfeld.

Stichwort "Betreuungskräfte in der Pflege":

Betreuungskräfte in der Pflege unterstützen und motivieren Senioren oder Menschen mit Behinderung bei Alltags- und Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel beim Essen, bei kreativen Angeboten oder bei Ausflügen. 

Fotos: Albert-Schweitzer Familienwerk e.V.

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