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Samstag, 30. August 2025 Mediadaten
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Northeim (red). Die Schlussbemerkung eines Teilnehmers brachte es auf den Punkt: „Je mehr man sich mit dem Thema Photovoltaik beschäftigt, desto interessanter wird es.“ Und so bot die Vortragsveranstaltung des Landkreises Northeim in Berka zum Thema Solarenergie denn auch viele interessante Tipps und Anregungen, aber auch zahlreiche Nachfragen und Hinweise darauf, wo noch Wissenslücken bestehen. Ziel des Landkreises war es; Menschen dabei zu unterstützen, ihre Wohngebäude energetisch fit für die Zukunft zu machen.

Referent Jannis Brünjes, Energieberater aus Göttingen, der für die Verbraucherzentrale Niedersachsen arbeitet, berichtete, wie Solarenergie in privaten Haushalten eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt standen Photovoltaik-Anlagen, die aus Sonnenenergie Strom erzeugen. Der Energieberater erläuterte die technischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen und die optimale Nutzung der Systemkomponenten. Das sind PV-Module, Wechselrichter, Stromspeicher und Zähler.

PV-Pflicht für bestimmte Gebäude in Niedersachsen

Der Referent wies unter anderem auch auf die seit Beginn des Jahres in Niedersachsen geltende PV-Pflicht hin. Sie gilt für sämtliche Gebäude, die neu errichtet werden und eine Dachfläche von mindestens 50 Quadratmetern haben. Dort muss mindestens die Hälfte der Fläche mit einer Anlage zur Stromerzeugung belegt werden. Ebenfalls betroffen sind Veränderungen am Dach, wie geplante Erneuerungen oder Anbauten. Auch dabei muss mindestens die Hälfte der neuen bzw. erneuerten Dachfläche belegt werden. Es gibt Ausnahmen, die ebenfalls in der Niedersächsischen Bauordnung geregelt sind.

Anlagen sind preiswerter geworden

„Photovoltaik macht Spaß und gute Laune“, bekannte sich Brünjes zu der umweltfreundlichen Methode, Strom vom Dach zu erzeugen. Die Preise für PV-Module und für Stromspeicher sind in den vergangenen Jahren merklich gefallen. Solarenergie lohne sich für Privathaushalte umso mehr, desto höher der Anteil des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbraucht wird – durch Geräte im Haushalt, aber auch zum Beispiel für E-Auto oder eine Wärmepumpe zur Erzeugung von Heizenergie. Dann muss Strom nicht vom Energieversorger gekauft werden. Darüber hinaus wird nicht benötigter Strom gegen eine Einspeisevergütung ins öffentliche Netz eingespeist. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt von der Größe der PV-Anlage ab.

Wie groß sollte der Speicher sein?

„Sich durch PV vollständig selbst mit Strom zu versorgen, funktioniert in Deutschland aber nicht“, sagt der Energieberater. Ein Teil des benötigten Stroms wird immer aus dem Netz dazugekauft werden müssen. Andererseits wird immer auch ein Teil ins Netz abgegeben werden. Speicher erhöhen den Grad der Selbstversorgung. Der Energiefachmann gab auch Tipps dafür, wie groß der Stromspeicher sein sollte. Die Größe richtet sich nach dem Strombedarf. Als eine Faustformel gilt: Nutzbare Speicherkapazität = Jahresstrombedarf geteilt durch 1000. Es muss aber auch zur geplanten PV-Anlage passen. Der Speicher kann also auch größer ausfallen, wenn es sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten gibt. Die Preise auch für Speicher sind zuletzt wieder gesunken. Für einen normalen Haushalt sind Speicher zwischen fünf und zehn Kilowattsunden ausreichend. Als nutzbare Informationsquelle nannte Brünjes einige Online-Rechner unter https://solar.htw-berlin.de/rechner/. Die können für die Planung einer PV-Anlage nützlich sein.

Was bei Angeboten beachten?

Im Hinblick auf das Einholen von Angeboten riet der Experte: „Trauen Sie sich, zu verhandeln.“ Nicht selten gäbe es unterschiedliche Preise für die gleichen Anlagen. Dabei sollten Interessierte darauf achten, dass in den Angeboten zur besseren Vergleichbarkeit Einzelpositionen angegeben werden. Angebote sollten stets mit und ohne Stromspeicher eingeholt werden. Vorkasse sollte vermieden, dafür sollten Abschläge je nach Lieferung bzw. Baufortschritt gezahlt werden. Wichtig beim Preisvergleich sei die Einheit „Kilowatt-Peak“. Zu achten sei auch darauf, welcher Strompreis bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung zugrunde gelegt wurde.

„Balkonkraftwerke“ sind „eine super Sache“

Der Energieberater ging auch das Thema Stecker-Solar-Anlagen („Balkonkraftwerke“) ein. „Sie sind eine super Sache.“ Weil die Anlagen klein seien, ist bei ihnen der Eigenverbrauchsanteil größer. Deshalb würden die Investitionskosten durch die Erträge schneller wieder eingebracht (Amortisationsdauer). Die Anlagen sollten allerdings nach Süden ausgerichtet werden. Und: „Sie sind nur ein kleiner Teil der Energiewende“, sagt Brünjes.

Solardachkataster Südniedersachsen

Während des Vortrags in Berka gab es auch den Hinweis auf das Solardachkataster Südniedersachsen der Landkreise Göttingen und Northeim, der Stadt Göttingen und der Energieagentur Region Göttingen. Damit können Interessierte unverbindlich, kostenlos und bequem online ermitteln, ob ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Mithilfe einer Einstrahlungskarte und der Möglichkeit individuelle Einstellungen vorzunehmen, lässt sich berechnen, ob und ab wann sich die Installation einer PV- oder Solarthermie-Anlage lohnen würde. Näheres im Internet unter https://solardachkataster-suedniedersachsen.de/

„Energiewende zu Hause"

Der Vortrag war Teil der Solarkampagne 2025 im Rahmen der Erneuerung des Solarkatasters Südniedersachsen. Zusätzlich war er Teil der Kampagne „Energiewende zu Hause" des Landkreises Northeim mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Einen Vortrag zur energetischen Gebäudesanierung gibt es am 3. September von 18 bis 19.30 Uhr in Northeim (Gymnasium Corvinianum, Großes Forum). Ein weiterer Vortrag zur Solarenergie findet am 17. September zur gleichen Tageszeit im Uslarer Rathaus statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Foto: Landkreis Northeim 

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