Northeim (red). Mit einer tollen Leistung hat der NHC den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter Garbsener SC von der Tabellenspitze der Landesliga verdrängt und führt nun selbst das Klassement an. Spiele drei im „Monat der Wahrheit“, der Spitzenreiter zu Gast beim Zweiten, volle Hütte, Stimmung gut - Handballherz, was willst du mehr.

Der NHC hatte nach Siegen gegen Weserbergland und Hiddestorf die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen die bis dato ungeschlagenen Garbsener die Tabellenspitze zu übernehmen. Und das taten die Jungs in doch recht eindrucksvoller Manier. Der GSC gehört mit seiner Starting Seven sicherlich zum besten, was die Liga im Bereich 1gg1 zu bieten hat. Schnell und dynamisch auf allen Positionen und dazu noch hochgewachsen. Die Gäste spielen klassisches „auf Lücke und weiter“ und haben damit bisher die Liga gut aufgemischt. Auf der anderen Seite das Schwarze Rudel, welches neben dem kraftvollen 1-gegen-1 bereits einige gute Auslösehandlungen beherrscht. Diese, insbesondere unser „2Links“ brachte uns von Beginn an das Momentum, sodass die Northeimer Jungs unter dem Jubel der weiblichen C-Jugend (die ihr vorangegangenes Spiel sicher gegen den TSV Burgdorf gewonnen hatten) schnell einen guten Vorsprung herauswerfen konnten (10:2, 8.).

Nach einer Auszeit durch Gästecoach Cravaack gelang es dem GSC, Boden gutzumachen. Hauptsächlich der dynamische und hochgewachsene Linkshänder Aleks Rosic auf Rechtsaußen war im 1gg1 nicht zu bändigen und auf Northeimer Seite fehlte die Unterstützung von der Halbposition. Er nutzte seine körperliche Überlegenheit prima aus und erzielte 14 Treffer. Das Rudel berappelte sich kurz und startete wieder durch (20:12, 21.), nur um dann mit ein wenig Schlendrian den Gast auf 22:17 zur Halbzeit herankommen zu lassen. Fazit der ersten Halbzeit: wann immer die Jungs aus der Bewegung mit Geschwindigkeit kommen, ist in dieser Liga gegen unsere Offensive kein Kraut gewachsen, zumal die Coaches nun neben den „Shootern“ Benic/Guittonet und „dem Geist und der Dunkelheit“ (Pöch/Wode) mit Mikkel Friedrichs eine weitere Waffe im Arsenal haben - ABER: Abwehr spielen heißt nunmal in erster Linie Abwehr kämpfen - und dazu muss man bereit sein. Diese Bereitschaft vermissten Trainer und Zuschauer auf der Tribüne speziell in der zweiten Halbzeit, um es vorwegzunehmen.

Hälfte zwei stand im Zeichen „Munteres Torewerfen“: Beide Teams gingen nicht mehr unbedingt mit aller Kraft in der Defensive zu Werke, sondern überließen es den Keepern Maverick Hitchen (GSC) und Fabian Triller / Paul Meyer auf Northeimer Seite, sich auszuzeichnen. Alle drei taten das mehrmals. Die Northeimer Bank freut sich, dass beide Schlussmänner wieder auf dem Weg der Genesung sind.  Abschließend bleibt zu sagen, dass das Publikum ein unheimlich temporeiches, würdiges Spitzenspiel, gut geleitet durch die Sportfreunde Thiele/Thiele der HSGPH, sahen und dementsprechend eine tolle Stimmung in der Halle herrschte. Das Schwarze Rudel hat nun noch ein Spiel im Dezember,  bevor es in die Winterpause geht.

Für den NHC spielten: Fabi Triller Paul Meyer im Tor;  Kjell Lasse Wode (8), Jan Hennecke, Noah Pöch (7), Jannik Benic (1), Till Richter (2), Till Gunkel (5), Haakon Guittonnet (13), Timo Polinski, Lev-Thore Boie, Mikkel Friedrichs (6)

Foto: NHC